Infinitiv mit „zu“
Kapitel 10 aus dem Road to B2 Trainingsbuch: Infinitiv mit „zu“.
Ziele, Pläne und Meinungen besser ausdrücken
Ziel dieses Kapitels
Der Infinitiv mit „zu“ ist auf B2 sehr wichtig. Du brauchst ihn, um Ziele, Pläne, Wünsche, Meinungen und Möglichkeiten klarer auszudrücken.
B1:
Ich lerne Deutsch. Ich möchte besser sprechen.
B2:
Ich lerne Deutsch, um besser sprechen zu können.
Oder:
Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu sprechen.
Mit „zu“ kannst du deine Sätze besser verbinden und natürlicher schreiben.
1. Was bedeutet Infinitiv mit „zu“?
Der Infinitiv ist die Grundform des Verbs:
- lernen
- sprechen
- schreiben
- arbeiten
- verstehen
- verbessern
Mit „zu“ sieht es so aus:
- zu lernen
- zu sprechen
- zu schreiben
- zu arbeiten
- zu verstehen
- zu verbessern
Beispiele
Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu lernen.
Es ist wichtig, regelmäßig zu üben.
Ich habe keine Zeit, lange Texte zu schreiben.
Ich hoffe, die Prüfung zu bestehen.
2. Grundstruktur
Struktur
Hauptsatz + Komma + zu + Infinitiv
Beispiele
Ich versuche, mehr Deutsch zu sprechen.
Ich plane, einen B2-Kurs zu besuchen.
Ich hoffe, bald sicherer zu werden.
Es ist wichtig, Fehler zu korrigieren.
Wichtig:
Der Infinitiv steht am Ende.
3. Nach welchen Verben benutzt man „zu“?
Nach vielen Verben benutzt man Infinitiv mit „zu“.
Häufige Verben
- versuchen
- planen
- hoffen
- vergessen
- beginnen
- anfangen
- aufhören
- lernen
- sich entscheiden
- sich freuen
Beispiele
Ich versuche, jeden Tag zu üben.
Ich plane, im Sommer die B2-Prüfung zu machen.
Ich hoffe, meine Aussprache zu verbessern.
Ich habe vergessen, meine Hausaufgaben zu machen.
Ich beginne, längere Texte zu lesen.
Ich habe aufgehört, jedes Wort zu übersetzen.
4. Nach welchen Ausdrücken benutzt man „zu“?
Auch nach vielen Ausdrücken mit Adjektiven oder Nomen benutzt man „zu“.
Häufige Ausdrücke
- Es ist wichtig, …
- Es ist hilfreich, …
- Es ist schwierig, …
- Es ist möglich, …
- Es ist notwendig, …
- Ich habe Zeit, …
- Ich habe keine Zeit, …
- Ich habe Lust, …
- Ich habe Angst, …
- Ich habe die Möglichkeit, …
Beispiele
Es ist wichtig, regelmäßig zu üben.
Es ist hilfreich, neue Wörter in eigenen Sätzen zu benutzen.
Es ist schwierig, beim Sprechen keine Fehler zu machen.
Ich habe heute keine Zeit, einen langen Text zu schreiben.
Ich habe die Möglichkeit, an einem Deutschkurs teilzunehmen.
5. Infinitiv mit „zu“ nach Nomen
Auch nach bestimmten Nomen ist „zu“ sehr nützlich.
Beispiele
Ich habe den Wunsch, besser Deutsch zu sprechen.
Ich habe das Ziel, B2 zu erreichen.
Ich habe die Absicht, regelmäßig zu lernen.
Ich habe die Möglichkeit, an einem Kurs teilzunehmen.
Ich habe keine Gelegenheit, Deutsch im Alltag zu sprechen.
Diese Formen klingen sehr gut für B2.
6. Wann benutzt man kein „zu“?
Nach Modalverben benutzt man kein „zu“.
Modalverben
- können
- müssen
- wollen
- sollen
- dürfen
- mögen / möchten
Beispiele
Ich kann Deutsch sprechen.
Nicht:
Ich kann Deutsch zu sprechen.
Ich muss heute lernen.
Nicht:
Ich muss heute zu lernen.
Ich möchte B2 bestehen.
Nicht:
Ich möchte B2 zu bestehen.
Du solltest mehr sprechen.
Nicht:
Du solltest mehr zu sprechen.
7. „zu“ oder kein „zu“?
Vergleiche:
Mit Modalverb: kein „zu“
Ich möchte mehr Deutsch sprechen.
Mit „versuchen“: mit „zu“
Ich versuche, mehr Deutsch zu sprechen.
Mit Modalverb: kein „zu“
Ich muss meine Fehler korrigieren.
Mit „wichtig sein“: mit „zu“
Es ist wichtig, meine Fehler zu korrigieren.
Mit Modalverb: kein „zu“
Ich kann längere Texte verstehen.
Mit „lernen“: mit „zu“
Ich lerne, längere Texte zu verstehen.
8. Infinitiv mit „zu“ bei trennbaren Verben
Bei trennbaren Verben steht „zu“ zwischen den beiden Teilen.
Beispiele
- aufstehen → aufzustehen
- anfangen → anzufangen
- einkaufen → einzukaufen
- vorbereiten → vorzubereiten
- mitbringen → mitzubringen
- anrufen → anzurufen
Sätze
Ich versuche, früher aufzustehen.
Ich plane, morgen einzukaufen.
Ich habe vergessen, meine Lehrerin anzurufen.
Es ist wichtig, sich gut auf die Prüfung vorzubereiten.
Bitte vergessen Sie nicht, die Unterlagen mitzubringen.
9. Typische Fehler mit trennbaren Verben
Fehler 1
Falsch:
Ich versuche, früher zu aufstehen.
Richtig:
Ich versuche, früher aufzustehen.
Fehler 2
Falsch:
Ich habe vergessen, meine Mutter zu anrufen.
Richtig:
Ich habe vergessen, meine Mutter anzurufen.
Fehler 3
Falsch:
Es ist wichtig, sich gut zu vorbereiten.
Richtig:
Es ist wichtig, sich gut vorzubereiten.
10. Infinitiv mit „um … zu“
„Um … zu“ benutzt du für ein Ziel.
Frage
Wozu? Mit welchem Ziel?
Beispiele
Ich lerne Deutsch, um bessere Chancen im Beruf zu haben.
Ich lese deutsche Texte, um meinen Wortschatz zu verbessern.
Ich höre Podcasts, um schneller Deutsch zu verstehen.
Ich schreibe meine Fehler auf, um sie nicht zu wiederholen.
11. „um … zu“ oder „damit“?
Beide zeigen ein Ziel. Der Unterschied ist das Subjekt.
Gleiches Subjekt → um … zu
Ich lerne Deutsch, um die Prüfung zu bestehen.
Subjekt:
- Ich lerne.
- Ich bestehe.
Das Subjekt ist gleich: ich.
Verschiedenes Subjekt → damit
Ich helfe meinem Sohn, damit er die Aufgabe versteht.
Subjekt:
- Ich helfe.
- Er versteht.
Das Subjekt ist verschieden: ich / er.
12. Beispiele: „um … zu“ und „damit“
Gleiches Subjekt
Ich übe jeden Tag, um sicherer zu sprechen.
Ich schreibe Texte, um meine Grammatik zu verbessern.
Ich lerne neue Wörter, um mich besser ausdrücken zu können.
Verschiedenes Subjekt
Ich erkläre meinem Kind die Aufgabe, damit es sie besser versteht.
Die Lehrerin wiederholt die Regel, damit die Schüler sie nicht vergessen.
Unternehmen bieten Kurse an, damit Mitarbeiter neue Fähigkeiten lernen.
13. Infinitiv mit „ohne … zu“
„Ohne … zu“ bedeutet:
etwas nicht machen
Beispiele
Viele Menschen benutzen soziale Medien, ohne die Informationen zu prüfen.
Er geht zur Prüfung, ohne sich gut vorzubereiten.
Manche Lernende lesen Wörterlisten, ohne eigene Sätze zu schreiben.
Ich möchte sprechen, ohne zu viel Angst vor Fehlern zu haben.
14. Infinitiv mit „statt … zu“
„Statt … zu“ bedeutet:
nicht A, sondern B
Beispiele
Statt nur Grammatik zu lesen, sollte man eigene Sätze schreiben.
Statt jedes Wort zu übersetzen, sollte man den ganzen Satz verstehen.
Statt Angst vor Fehlern zu haben, sollte man mehr sprechen.
Statt lange zu warten, habe ich sofort einen Termin vereinbart.
15. Infinitiv mit „zu“ in formellen E-Mails
Diese Struktur ist sehr hilfreich in E-Mails.
Beispiele
Ich würde gern einen Termin vereinbaren, um meine Situation zu besprechen.
Ich bitte Sie, mir die Unterlagen per E-Mail zu schicken.
Es wäre möglich, den Termin auf nächste Woche zu verschieben?
Besser:
Wäre es möglich, den Termin auf nächste Woche zu verschieben?
Ich habe vergessen, die Dokumente mitzubringen.
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, meine Anfrage zu prüfen.
16. Mini-E-Mail mit Infinitiv mit „zu“
Situation
Du möchtest einen Termin bei einer Sprachschule.
Muster
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich würde gern einen Termin vereinbaren, um mich über Ihren B2-Kurs zu informieren. Besonders interessiert mich, wann der nächste Kurs beginnt und welche Unterlagen ich mitbringen muss. Außerdem möchte ich wissen, ob es möglich ist, vor der Anmeldung einen Einstufungstest zu machen.
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen Max Nguyen
17. Analyse der E-Mail
Der Text benutzt Infinitiv mit „zu“:
einen Termin vereinbaren, um mich … zu informieren
Außerdem gibt es eine Struktur ohne „zu“ nach Modalverb:
mitbringen muss
Und eine Struktur mit „zu“ nach „möglich ist“:
ob es möglich ist, … einen Einstufungstest zu machen
Das ist gutes B2-Deutsch.
18. Infinitiv mit „zu“ beim Thema Lernen
Beispiele
Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu sprechen.
Es ist wichtig, regelmäßig zu wiederholen.
Ich habe keine Zeit, alle Wörter auswendig zu lernen.
Ich lerne Deutsch, um mich im Alltag sicherer zu fühlen.
Statt nur Videos zu schauen, schreibe ich eigene Sätze.
Ich möchte sprechen, ohne Angst vor Fehlern zu haben.
19. Infinitiv mit „zu“ beim Thema Arbeit
Beispiele
Viele Menschen besuchen eine Weiterbildung, um bessere Chancen im Beruf zu haben.
Es ist wichtig, mit Kollegen klar zu kommunizieren.
Ich plane, mich beruflich weiterzuentwickeln.
Unternehmen versuchen, ihre Mitarbeiter stärker zu unterstützen.
Man sollte lernen, mit Stress besser umzugehen.
20. Infinitiv mit „zu“ beim Thema Gesundheit
Beispiele
Viele Menschen treiben Sport, um gesund zu bleiben.
Es ist wichtig, genug zu schlafen.
Man sollte versuchen, Stress zu reduzieren.
Statt zu viel Zeit am Handy zu verbringen, sollte man sich mehr bewegen.
Ich nehme mir Zeit, um mich zu erholen.
21. Infinitiv mit „zu“ beim Thema Umwelt
Beispiele
Viele Menschen fahren Fahrrad, um die Umwelt zu schützen.
Es ist sinnvoll, weniger Müll zu produzieren.
Man sollte versuchen, Energie zu sparen.
Statt kurze Strecken mit dem Auto zu fahren, kann man zu Fuß gehen.
Öffentliche Verkehrsmittel helfen, die Luft sauberer zu halten.
22. B1 zu B2 verbessern
B1
Ich lerne Deutsch. Ich will besser sprechen.
B2
Ich lerne Deutsch, um besser sprechen zu können.
B1
Ich schreibe Fehler auf. Ich will sie nicht wieder machen.
B2
Ich schreibe meine Fehler auf, um sie nicht zu wiederholen.
B1
Ich lese Texte. Ich will neue Wörter lernen.
B2
Ich lese Texte, um neue Wörter zu lernen.
B1
Ich mache Sport. Ich will gesund bleiben.
B2
Ich mache Sport, um gesund zu bleiben.
23. Typische Fehler
Fehler 1: „zu“ nach Modalverb
Falsch:
Ich muss zu lernen.
Richtig:
Ich muss lernen.
Fehler 2: „zu“ vergessen
Falsch:
Ich versuche, jeden Tag Deutsch sprechen.
Richtig:
Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu sprechen.
Fehler 3: falsche Position bei trennbaren Verben
Falsch:
Ich versuche, früher zu aufstehen.
Richtig:
Ich versuche, früher aufzustehen.
Fehler 4: „um … zu“ mit zwei Subjekten
Falsch:
Ich helfe meinem Sohn, um er die Aufgabe versteht.
Richtig:
Ich helfe meinem Sohn, damit er die Aufgabe versteht.
Fehler 5: kein Komma
Nicht ideal:
Ich versuche jeden Tag Deutsch zu lernen.
Besser:
Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu lernen.
Bei erweiterten Infinitivgruppen ist das Komma oft sinnvoll und häufig notwendig. Für dein Training gilt:
Schreib vor „zu“-Gruppen meistens ein Komma. Das macht den Satz klarer.
24. Übung: „zu“ oder kein „zu“?
Ergänze „zu“, wenn nötig.
Aufgabe 1
Ich muss heute Deutsch ___ lernen.
Lösung:
kein „zu“ Ich muss heute Deutsch lernen.
Aufgabe 2
Ich versuche, jeden Tag Deutsch ___ sprechen.
Lösung:
zu Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu sprechen.
Aufgabe 3
Ich möchte meine Aussprache ___ verbessern.
Lösung:
kein „zu“ Ich möchte meine Aussprache verbessern.
Aufgabe 4
Es ist wichtig, regelmäßig ___ üben.
Lösung:
zu Es ist wichtig, regelmäßig zu üben.
Aufgabe 5
Ich kann längere Texte besser ___ verstehen.
Lösung:
kein „zu“ Ich kann längere Texte besser verstehen.
25. Übung: Trennbare Verben
Formuliere mit Infinitiv mit „zu“.
Aufgabe 1
aufstehen
Satz:
Ich versuche, früher **__**.
Lösung:
aufzustehen
Aufgabe 2
anrufen
Satz:
Ich habe vergessen, meine Lehrerin **__**.
Lösung:
anzurufen
Aufgabe 3
vorbereiten
Satz:
Es ist wichtig, sich gut auf die Prüfung **__**.
Lösung:
vorzubereiten
Aufgabe 4
einkaufen
Satz:
Ich habe heute keine Zeit, **__**.
Lösung:
einzukaufen
26. Übung: „um … zu“ oder „damit“
Wähle die richtige Form.
Aufgabe 1
Ich lerne Deutsch, **__** bessere Chancen im Beruf zu haben.
Lösung:
um
Aufgabe 2
Ich helfe meinem Sohn, **__** er seine Hausaufgaben versteht.
Lösung:
damit
Aufgabe 3
Viele Menschen machen Sport, **__** gesund zu bleiben.
Lösung:
um
Aufgabe 4
Die Lehrerin erklärt die Regel noch einmal, **__** alle sie verstehen.
Lösung:
damit
Aufgabe 5
Ich schreibe neue Wörter auf, **__** sie besser zu behalten.
Lösung:
um
27. Übung: Sätze verbinden
Verbinde die Sätze mit „um … zu“.
Aufgabe 1
Ich lerne Deutsch. Ich möchte B2 bestehen.
Lösung:
Ich lerne Deutsch, um B2 zu bestehen.
Aufgabe 2
Ich lese deutsche Artikel. Ich möchte meinen Wortschatz verbessern.
Lösung:
Ich lese deutsche Artikel, um meinen Wortschatz zu verbessern.
Aufgabe 3
Ich mache Sport. Ich möchte Stress reduzieren.
Lösung:
Ich mache Sport, um Stress zu reduzieren.
Aufgabe 4
Ich schreibe meine Fehler auf. Ich möchte sie nicht wiederholen.
Lösung:
Ich schreibe meine Fehler auf, um sie nicht zu wiederholen.
28. Übung: „statt … zu“ und „ohne … zu“
Formuliere Sätze.
Aufgabe 1
nicht nur Videos schauen / eigene Sätze schreiben
Mögliche Lösung:
Statt nur Videos zu schauen, sollte man eigene Sätze schreiben.
Aufgabe 2
zur Prüfung gehen / sich nicht vorbereiten
Mögliche Lösung:
Man sollte nicht zur Prüfung gehen, ohne sich vorzubereiten.
Aufgabe 3
jedes Wort übersetzen / den ganzen Satz verstehen
Mögliche Lösung:
Statt jedes Wort zu übersetzen, sollte man den ganzen Satz verstehen.
Aufgabe 4
sprechen / keine Angst vor Fehlern haben
Mögliche Lösung:
Man sollte sprechen, ohne Angst vor Fehlern zu haben.
29. Kurzer Mustertext
Thema
Warum ist regelmäßiges Üben wichtig?
Regelmäßiges Üben ist wichtig, um beim Deutschlernen Fortschritte zu machen. Ich versuche, jeden Tag mindestens eine kleine Aufgabe zu erledigen. Es ist hilfreich, neue Wörter in eigenen Sätzen zu benutzen, statt sie nur auswendig zu lernen. Außerdem schreibe ich meine Fehler auf, um sie nicht zu wiederholen. Obwohl ich manchmal wenig Zeit habe, nehme ich mir wenigstens zehn Minuten, um einen kurzen Text zu lesen oder einen Podcast zu hören. Meiner Meinung nach ist es besser, regelmäßig kleine Schritte zu machen, als nur einmal pro Woche lange zu lernen.
30. Analyse des Mustertexts
Der Text benutzt mehrere Infinitivstrukturen:
um … Fortschritte zu machen
Ich versuche, … zu erledigen
Es ist hilfreich, … zu benutzen
statt … zu lernen
um sie nicht zu wiederholen
um … zu lesen / zu hören
Der Text klingt B2, weil er:
- Ziele erklärt
- gute Satzverbindungen benutzt
- persönliche Lernstrategie beschreibt
- klare Beispiele nennt
31. Schreibtraining
Schreibe 100 bis 130 Wörter.
Thema
Warum lernst du Deutsch?
Benutze mindestens:
- versuchen, … zu
- es ist wichtig, … zu
- um … zu
- statt … zu
- ohne … zu
Möglicher Anfang
Ich lerne Deutsch, um …
32. Sprechtraining
Sprich 2 Minuten über diese Frage:
Was machst du, um dein Deutsch zu verbessern?
Nutze diese Struktur:
- Ich versuche, … zu …
- Es ist wichtig, … zu …
- Ich mache …, um … zu …
- Statt … zu …, möchte ich …
- Ich möchte sprechen, ohne … zu …
Beispielantwort
Ich versuche, jeden Tag ein bisschen Deutsch zu sprechen. Es ist wichtig, neue Wörter nicht nur zu lesen, sondern auch aktiv zu benutzen. Ich schreibe kurze Texte, um meine Grammatik zu verbessern. Statt jedes Wort zu übersetzen, möchte ich den ganzen Satz verstehen. Außerdem möchte ich mehr sprechen, ohne Angst vor Fehlern zu haben.
33. Tagesaufgabe
Aufgabe A: Eigene Sätze
Schreibe eigene Sätze mit:
- versuchen, … zu
- planen, … zu
- hoffen, … zu
- es ist wichtig, … zu
- Zeit haben, … zu
- um … zu
- ohne … zu
- statt … zu
Aufgabe B: Fehler korrigieren
Korrigiere die Sätze:
- Ich muss zu lernen.
- Ich versuche, Deutsch sprechen.
- Ich lerne Deutsch, um ich finde bessere Arbeit.
- Ich habe vergessen, meine Lehrerin zu anrufen.
- Es ist wichtig, regelmäßig üben.
Lösungen
- Ich muss lernen.
- Ich versuche, Deutsch zu sprechen.
- Ich lerne Deutsch, um eine bessere Arbeit zu finden.
- Ich habe vergessen, meine Lehrerin anzurufen.
- Es ist wichtig, regelmäßig zu üben.
Aufgabe C: Mini-Text
Schreibe 100 bis 130 Wörter:
Thema: Was hilft mir, neue Wörter besser zu behalten?
Benutze mindestens fünf Infinitivstrukturen mit „zu“.
34. Mini-Test
Aufgabe 1
Welche Form ist richtig?
a) Ich muss Deutsch zu lernen. b) Ich muss Deutsch lernen.
Lösung:
b)
Aufgabe 2
Welche Form ist richtig?
a) Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu sprechen. b) Ich versuche, jeden Tag Deutsch sprechen.
Lösung:
a)
Aufgabe 3
Welche Form ist richtig?
a) Ich lerne Deutsch, um meine Prüfung zu bestehen. b) Ich lerne Deutsch, um ich meine Prüfung bestehe.
Lösung:
a)
Aufgabe 4
Welche Form ist richtig?
a) Ich habe vergessen, meine Lehrerin anzurufen. b) Ich habe vergessen, meine Lehrerin zu anrufen.
Lösung:
a)
Aufgabe 5
Welche Form ist richtig?
a) Statt nur Grammatik zu lesen, sollte man eigene Sätze schreiben. b) Statt nur Grammatik lesen, sollte man eigene Sätze schreiben.
Lösung:
a)
Zusammenfassung
In diesem Kapitel hast du gelernt:
- Infinitiv mit „zu“ hilft dir, Ziele, Pläne, Wünsche und Meinungen besser auszudrücken.
- Nach Modalverben benutzt du kein „zu“.
- Nach Verben wie „versuchen“, „planen“, „hoffen“ und nach Ausdrücken wie „es ist wichtig“ benutzt du „zu“.
- Bei trennbaren Verben steht „zu“ zwischen den Teilen: anzurufen, aufzustehen, vorzubereiten.
- „Um … zu“ benutzt du für Ziele mit gleichem Subjekt.
- „Damit“ benutzt du oft, wenn die Subjekte verschieden sind.
- „Ohne … zu“ und „statt … zu“ machen deine Sprache reifer und nützlicher für B2.
Road to B2 Deutsch
Kapitel-10-Check: Infinitiv mit zu
Beantworte drei kurze Fragen, bevor du zum nächsten Kapitel gehst.
1. Was ist die wichtigste Idee in „Infinitiv mit zu“?
2. Welche Übung passt am besten zu diesem Kapitel?
3. Was solltest du bei diesem Thema vermeiden?